Vorspiel

Im Vorspiel kannst Du das Drama erahnen,
wenn noch die Gedanken sich fürchten zu zeigen.
Erst blickst Du scheu nieder – dann fühlst Du den Strick,
und wirst dir gewahr: jetzt hängst du am Galgen.

Vom Duft der Sommerblumen sprechen sie,
doch stinkt ihr Atem nach warmen Leichen.
Geglaubt, zwar, hast Du Ihnen nie,
doch wagtest Du nicht laut zu zweifeln.

Du siehst, wie leicht das Sterben kommt,
und wagst noch immer nicht,
Dich aufzulehnen gegen sie,
den Tod im Angesicht.

Der Schutz der Herde ist Dein Trost,
Du schweigst das Lied der Massen.
Kein Ausbruch in das Licht der Welt,
Dein Mut hat Dich verlassen.

Den Kampf, den es zu kämpfen gilt,
kannst Du nicht immer scheuen.
So oft du auch die Flucht ergreifst,
beginnt er stets von Neuem.

2013-11-06_11-35-00

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Un comentario en “Vorspiel

  1. kein Tag vergeht, an dem die Realität uns nicht daran erinnert, dass nichts so bleiben kann wie es ist; wenn wir nicht handeln, werden wir nicht mehr gefragt werden, wenn unsere Zeit gekommen ist

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